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Infos über Missbrauch


Geschichte


Der sexuelle Missbrauch ist sicher keine Erfindung der Neuzeit. Zum Teil wurde er sogar staatlich gefördert in der ach so guten Antike. Erst in der Neuzeit wurde es den Menschen bewusst, welche Verbrechen da an Kindern begangen wurden. Selbst im späten 20 Jahrhundert (70er Jahre) gab es politische Bestrebungen, den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen zum Teil zu legalisieren. Dies konnte zum Glück der Kinder im Keime erstickt werden. Heute ist in unserem Land definitiv festgelegt, dass jeder sexuelle Kontakt zu einem Kind eine strafbare Handlung ist. 

  

Antike

Bekannt war besonders in Griechenland die Liebe zu Knaben. Die entsprechenden heutigen Fachbegriffe stammen aus dem Griechischen. Unter anderem ist der Philosoph Platon dafür bekannt gewesen. Er schwärmte von der Reinheit junger Knaben. Besonders die Spartaner nutzten solche Tendenzen schamlos aus. Sie zwangen regelrecht ihr jungen Knaben zu Verbindungen mit älteren Kriegern aus rein Machtpolitischen Erwägungen heraus. Krieger aus Sparta lebten meist von ihren Frauen getrennt in Kasernen zusammen mit denen ihnen fest zugeordneten Knaben. Sie waren für deren Ausbildung zuständig, teilten sich aber auch das Bett mit ihnen und hatten eine sexuelle Beziehung. Die Überlegung war einfach. Der Krieger, der im Kampf nicht nur für das Land kämpft, sondern auch für das Leben seines kindlichen Liebhabers wird erheblich besser kämpfen. 

Die Römer sind dafür bekannt, dass besonders die eigenen Kinder keinerlei Rechte hatten (fast noch weniger als Sklaven). Überflüssige Kinder wurden einfach erwürgt und entsorgt. Sehr beliebt waren auch hier Kinder (Knaben wie Mädchen) als sexuelle Objekte, die in entsprechenden Bordellen angeboten wurden. Sie wurden gnadenlos vermarktet, waren rechtlos.

Interessant sind auch viele Stellen im Alten Testament. Es wird zwar nicht auf sexuelle Ausbeutung von Kindern eingegangen, aber die rechtlose Situation eines Kindes wird ganz klar festgelegt. Und das in einem Buch, dass die Grundlage des christlichen Glaubens bildet. In vielen Stellen droht diese Buch Kindern, die sich gegen die elterliche Gewalt auflehnen, mit härtesten Strafen, bis hin zum Tode. Auch die zehn Gebote machen da keine Ausnahme. 

4. Gebot: 
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohlgehe und du lange lebest auf Erden.

In keinem der anderen Gebote steht aber gleiches für die Kinder. Warum nicht? Ist es nicht gerade Aufgabe der Eltern, ihren Nachwuchs zu schützen vor allen Gefahren, egal ob von innen oder außen. Ist der christliche Gott so blind gewesen? Oder hat jemand einfach die Gebote ein wenig nach seinem Gutdünken ausgelegt? Wie wäre es mit einem entsprechenden Gebot:

11. Gebot:
Du sollst die seelische und körperliche Unversehrtheit deiner und alle Kinder egal welchen Glaubens schützen mit allem, was dir zur Verfügung steht.

Was spräche gegen dieses Gebot? Nichts in meinen Augen. Sicherlich besser als die "Prügel- und Tötungsabschnitte" in der Bibel, die dem Missbrauch der Eltern Tür und Tor öffnet. 

In vielen anderen Kulturen galten Kinder auch nicht viel. Von den mesoamerikanischen Kulturen sind z. B. Kinderopferungen bekannt. Auch bei den Phöniziern soll es dazu gekommen sein. 

Kinder, die im Laufe der Geschichte in Kriege verwickelt wurden, waren immer die leidtragenden Opfer. Sie wurden gnadenlos missbraucht und getötet. Berühmt ist wohl der Kinderkreuzzug. Im Zeichen des Christentums zogen Kinder unter Leitung von Kreuzrittern aus, um Jerusalem zu befreien. Sie kamen nicht weit. Sie wurden als Sklaven verkauft. Einer der Versklavten kehrte 18 Jahre später nach Europa zurück und schilderte das Schicksal seiner Kameraden. Sie wurden von Hugo dem Eisernen und Wilhelm das Schwein auf sieben Schiffe eingeladen mit dem Versprechen man würde sie sicher nach Jerusalem bringen. Doch wurden sie in Algerien und Alexandrien als Sklaven verkauft. Zwei der Schiffe kenterten vor Sardinien und keiner der Passagiere überlebte. Papst Gregor IX ließ auf der Insel St. Pietro eine Kapelle errichten um den Ertrunkenen zu gedenken. Diese Kapelle gibt es noch heute. 

Welches Elend Kinder z. B. im 30jährigen Krieg ertragen mussten, kann man sich ausmalen, wenn man weiß, dass zu einem Kriegstross zu dieser Zeit nicht nur die eigentlichen Kämpfer gehörten, sondern aus das sogenannte Gesinde. Also Familie samt Kinder usw. Was dort zum Teil mit den Kindern gemacht wurde, dürfte der reinsten Hölle entsprochen haben.

Wie ein roter Faden zieht sich der Missbrauch (körperlich, seelisch, sexuell) durch den Lauf der Geschichte. Noch heute leiden die Kinder der dritten Welt extrem unter der Ausbeutung durch die Industrienationen. In den sogenannten zivilisierten Welt gibt es zwar angeblich keine Kinderarbeit mehr, dafür werden dann die Ressourcen der Kinder gnadenlos in der Dritten Welt ausgenutzt. Ein "wunderbarer" Auswuchs der Globalisierung. Daneben spielt dann der Sextourismus in bestimmt Länder immer mehr eine Rolle. In den letzten Jahren fand ein regelrechter Run auf die früheren Ostblockländer statt. Hier treffen sich dann die Pädos um in dem fast rechtsfreien Raum ihren Neigungen nachzugehen, nach dem ihnen der Boden in Ländern wie Thailand zu heiß geworden war. Für Geld ist immer noch alles zu haben auf diesem Planeten. Auch das Leben eines Kindes.  

   

Neuzeit

Grade in den letzten 30 Jahren hat sich dann doch einiges an der rechtlichen Situation geändert. Auch dürften die Erfahrungen aus dem 3. Reich eine Rolle gespielt haben. Das Gnadenlose verbrecherische Regime der Nazis hat gnadenlos nicht nur Juden und andere Volksgruppen verfolgt, sondern oft grade mit den Kindern aus diesen Volksgruppen grauenhafte Experimente gemacht. In wie weit sie diese auch sexuell benutzt haben ist zwar weniger belegt, aber bekannt ist, dass es auch in diesem Bereich zu regelrechten Exessen kam. In diesem Regime manifestierte sich der Machtwille einzelner in Reinkultur. Ohne jegliches Gewissen wurden Menschen zu den eigenen Zwecken missbraucht, Männer, Frauen, Kinder. Ganze Dörfer wurden ausgerottet, ohne jegliche Rücksicht. Ganze Volksgruppen wollte man vernichten, dafür war ihnen jedes Mittel recht. 

Kaum neigte sich ihre Macht dem Ende entgegen, griff man auf die eigenen Kinder zurück und bildete den Volkssturm aus Greisen und Kindern, damit sie das elende Leben dieser gnadenlosen Bestien verteidigen. Dies war dann die Spitze ihrer abartigen Taten, die sie seit 1933 verübten.

Nach diesem Krieg herrschte erst mal Chaos in Europa. Aber die modernen Ideen der Demokratie begannen in den westlichen Länder dann doch einiges im Sinne der Kinder zu bewegen. Man merkte wohl, wie wichtig doch der eigene Nachwuchs für die Entwicklung eines Landes war. Es dauerte in der BRD zwar noch einige Zeit, bis man erkannte, das man zum Schutze der Kinder mehr tun musste als nur kluge Reden zu schwingen, aber es bewegte sich was. 

Anders sah es in den Ostblockländern aus. Hier herrschten besonders in den Kinderheimen und Kinderhorten oft grauenhafte Verhältnisse. Gewalt in allen Formen war Tagesordnung. Zahlreiche Berichte nach dem Fall der Mauer belegen dieses. Im Grunde bin auch ich Opfer diese Systems. Es steht fest, dass mein 1. Täter (mein Bruder) auch solche Erfahrungen hinter sich hatte und aus diesen Gründen selber zu einem brutalen Täter wurde. 

Es gibt aber auch immer wieder Berichte aus westlichen Kinderheimen, die belegen, dass Schutzbefohlene missbraucht werden und oder die Aufsicht über Schutzbefohlnen Kinder absolut mangelhaft sind. Ich selber musste dies 1968 in einem Kinder-Kurheim erleben. Der Täter, ein 16 Jähriger, konnte im Grunde machen was er wollte, wegen der mangelnden Aufsicht. 

  

Selbsthilfegruppen

Seit den 80er Jahren haben sich in der BRD Selbsthilfegruppen gegründet. Zuerst kamen Gruppen für sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen. Hier wäre z. B. Wildwasser, Dunkelziffer usw. zu nennen. Auch rückt immer mehr in das Bewusstsein, dass nicht nur Mädchen und Frauen Opfer sexualisierter Gewalt sind, sondern das Jungs in fast ähnlichem Umfang betroffen sind. Leider sind die Anlaufstellen für männliche Opfer noch rar. Hier wären vor allem Tauwetter in Berlin, KIBS in München und Zartbitter in Köln zu nennen. Andere Organisationen wie Gegen Missbrauch e. V. verstehen sich mittlerweile zuständig für alle Opfer und dessen Angehörigen, die eigentlich auch immer mit Betroffen sind. 

Hinzu kommen zahlreiche Internetseiten mit Informationen und Hilfsnageboten von privater Seite. Hier insbesondere zahlreiche Foren, in dem sich Opfer austauschen und sich gegenseitig helfen. 

(C) jetzt.trotz-allem.org 2004