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Achtlos


Das Gedicht entstand beim Anblick eines bedauernswerten Regenschirms, der anscheinend während des windigen Wetters der letzten Tagen zerbrochen war und nun halb in einem öffentlichen Mülleimer hineingequetscht wurde.


Gedient hat er,
bei jedem Wetter,
bei strahlendem Sonnenschein als Schutz vor dem Brande,
der einem die Haut versengt,
bei Regen gegen die Tropfen,
die unerwünscht das Haupt benetzen würden,
und nun steckt er da,
achtlos und voll Verachtung in eine Tonne gequetscht.
Hat er doch nur einmal in seinem kurzen Leben eine Schwäche gezeigt,
diesem Sturm konnte er nicht trotzen,
zerbrochen waren seine Glieder.

Sein dummer Besitzer hätte es doch wissen müssen,
dass so ein armer kleiner Schirm das nicht aushalten kann.
Nun ist er dort in der Tonne,
zuckt nur noch leise im sanften Wind,
bis die Bestatter kommen und
den armen Kerl entsorgen!

5.7.2003
Michael Sascha
 

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