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Gedanken -
Über mich, über andere, über Gott und die Welt

 


 

Gedanken über mein Leben III.


Der folgende Text triggert sicherlich. Ich habe nichts geschönt. Ich habe nichts verschwiegen von meinen Erlebnissen und meinen Gedanken dazu. Es ist ein Text, den sicherlich nicht jede/jeder lesen sollte. Entscheidet bitte selber, ob ihr ihn lest. Ich bin niemanden böse, wenn er es nicht macht. Selbst ich kann ihn nicht immer lesen.

Es ist, es war mein Leben. Die dunkle Seite davon. Es gab auch gute Dinge in der Vergangenheit. Auch diese werde ich irgendwann in Worte fassen können. Doch sie wurden auch durch die negativen Dinge bestimmt, die ich hier schildere.

Weit ist der Weg, den ich gehen werde. Immer wieder überkommen mich die Zweifel, ob alles real, was da auf mich einstürmt. Ich armer kleiner Geist soll fassen, was mir gelehrte Köpfe nicht beschreiben können. Wie soll das gehen? Ich, der nie studiert, soll Dinge erkennen, die so tief im Dunkel des Vergessens liegen, dass ich 34 Jahre dazu brauchte, um kleine Teile davon in meinem Kopf wieder zu finden. Heute mit 45 Jahren stehe ich vor dem, was war und kann noch nicht einmal den Kopf schütteln, weil mir die Kraft dazu fehlt. Zitternd sehe ich es vor mir, die Bilder die übermächtig seit dem Tag mich überschwemmen, an dem ich erwachte aus einem Schlaf, der von anderen verursacht wurde. Stück um Stück kommt zurück von jenen schrecklichen Dingen, die mir jetzt wieder nach so vielen Jahren Schmerzen ungeahnten Ausmaßes bescheren. Zitternd liegt der große Kerl in der Ecke, schreit wie nur eine Kreatur schreit, die im Sterben liegt. Und ich liege im Sterben! Meine Seele starb. Sie wurde zerstört von Menschen, die selber noch fast Kinder waren zu dieser Zeit. Und doch wussten sie, was sie da taten mit mir kleinen Wurm. Wie alt war ich denn gewesen, großer Bruder, als du auf die Idee kamst, mir dein erigiertes Glied in meinen kleinen Po zu stecken? Wann hast du beschlossen in deinem kranken Hirn, dass meine Kindheit zu Ende ist? War ich schon ein Jahr alt oder war es früher. Wie viele Monate durfte ich Kind sein? Du hattest es entschieden für dich. Ich wurde nie gefragt, ob ich das will. Mit einem Schlag wurde ich zu dem, was ich wurde. Und das doch sicher schon sehr früh in meinem Leben. Ich habe einfach mal ein wenig Detektiv gespielt. Erinnern kann sich ein so kleiner Wurm nicht. Das stimmt zwar nur bedingt, denn die Gefühle sind da, jetzt und heute. Sie versetzen mich wieder in die Zeit, als ich noch ein Baby war, als ich außer den bekannten Eindrücken wie Schmerz, Kälte und Wärme. Hunger, Liebe, Zuneigung, Abneigung und ein paar optische Eindrücke kaum etwas aufnehmen konnte. Und ich spüre sie jetzt wieder, diese Schmerzen und diese Kälte. Es bringt mich fast um. Ich habe ganz einfach überlegt. Mit 13 Jahren, ich war noch gar nicht auf der Welt, hast du den ersten Menschen in deinem Leben vergewaltigt. Das ging wohl nicht so glatt? Hatte er sich etwa gewehrt? Und dann kurz drauf hast du es mit einem Mädchen versucht. Dabei hatte man dich erwischt! Und du Bestie hattest Glück. Sie taten es als spätes Doktorspiel ab. Und dann kam ich. Ein neues Spielzeug für dich und deine Triebe. Noch ganz zart, unverbraucht und vor allem jemand, der nichts sagen konnte, der sich absolut nicht wehren konnte. Und ich weiß, dass du Zugriff auf mich hattest. Auf dem Wickeltisch lag ich nackt vor dir. Und das war es dann für mich gewesen, oder?. Ich durfte mich von meinem Leben verabschieden, dass mir zugestanden hätte. Wann war das? Mir einem Monat oder mit zwei? Wann hattest du beschlossen, dass die Kindheit deines Bruders vorbei ist? Dein kleiner Bruder wurde nie älter als 2 Monate. Dann starb er innerlich an dem, was du mit ihm machtest. Du bist ein Mörder!

Was ging in deinem Kopf vor, als du in deinen kleinen Bruder eindrangst, dich in ihm ergossen hast. War lustig, oder? Wie ich da mit Tränen vor dir lag, völlig hilflos. Ich spüre dies noch heute. Jeden Tag darf ich an dich denken, denn du hast mir Bleibendes hinterlassen. Jeder Besuch auf der Toilette erinnert mich an dich. Es ist doch schön, wenn man ein Erinnerungsstück an seinen Bruder hat, der mich ja schon vor so langer Zeit verließ. Doch hatte ich mir das ein wenig anders vorgestellt. Ein Bild hätte mir gereicht. Oder wenigstens ab und zu ein paar Worte an seinen kleinen Bruder wären doch auch sehr schön gewesen. Du hast mir nie geschrieben. Hattest du Angst vor mir? Also 41 Jahre wäre das unnötig gewesen. Heute brauchst du keine Zeile mehr an mich richten. Da werde ich dir eher schreiben. Und der Brief wird dir sicher nicht gefallen. Er wird etwas anders als andere Briefe sein. Es wird zur Abwechslung einiges an Wahrheiten darin stehen, die dir nicht gefallen werden. Wem würde es auch gefallen, wenn da so was wie Mörder oder Kinderschänder drinsteht. Ist schon hart, wenn da so ein Wurm daherkommt und einem Dinge an den Kopf wirft, die schon längst Vergangenheit sind. Doch solche Dinge sind nicht Vergangenheit. Sie sind absolute Gegenwart und auch Zukunft für mich. Und du hast es genau gewusst! Nicht weil es Mama und Papa gesagt hätten, nein! Jeder Mensch in deinem Alter weiß, dass er so was nicht machen darf. Du hast es auch gewusst. Sonst hättest du es ja offen tun können. Du hast es aber nur dann getan, wenn niemand in der Nähe war oder du glaubtest, ungestört zu sein. Und einmal ist es schief gegangen. Mein Glück. Wie oft wäre es dann noch zur Vergewaltigung gekommen? Ich war ja inzwischen zu einem dankbaren Opfer geworden. Deine Schläge, das Fesseln hatten mir ja klar gemacht, dass ich mich besser nicht wehrte. Also hielt der kleine Wurm still, weinte vielleicht ein wenig in sich hinein, mehr kam nicht mehr. Egal was du dir in deinem Hirn für Methoden ausdachtest, um deinen Spaß zu haben, ich machte ja fast alles mit. Egal ob oral, anal, ob in der Wanne, im Bett oder auf dem Stuhl. Du hattest ja auch viel Fantasie. Das muss ich dir lassen.

Geliebt hast du deinen kleinen Bruder sicher nie, nur dankbar benutzt zu deiner Befriedigung. Dafür war ich gut. Auch später kam nie etwas von deiner Seite. Was hatte ich mich damals gefreut, als wir es schafften dich aus der DDR zu holen. Und was kam da an. Ein völlig kalter überheblicher Mensch, der nicht auf mich achtete. Warum sollte er auch. Bloß nicht mir der Vergangenheit beschäftigen. Da hätten ja unangenehme Fragen auftauchen können. Nur dass nicht. Und dann bist du einfach zurück. Nichts hätte dich gehalten da drüben in der DDR. Du warst geschieden, zu deiner Tochter hattest du sowieso kaum Kontakt und die übrigen Familienangehörigen hätten kaum Probleme bekommen. Die waren ja so ziemlich linientreu.

Du wirst deine Gründe gehabt haben, lieber Bruder. Es hätten ja Dinge rauskommen können, die dir sehr unangenehm gewesen wären. Hüben wie drüben. Warst du eigentlich direkt bei der Stasi? Oder wo hast du dem Machtapparat der DDR gedient. Parteifunktionär warst du ja nicht. Das weiß ich. Aber du hast immer wieder gewisse Vorzüge genießen können, die nur einer bestimmten Schicht zustand. So wie deine Reise nach Cuba, die Skiurlaube in den Bonzenregionen, deine teuren Klamotten usw. Jetzt sage mir bitte nicht, dass hast du dir mit normaler Arbeit verdient. Das ist glatt gelogen. Du hast deine schmutzigen Finger voll im Machapparat der DDR gehabt. Und deine Seilschaften funktionieren bist heute. Oder wie ist es zu erklären, dass du nach der Wende 2 Häuser hast, von denen keiner weiß, wie du sie bezahlt hast. Ich prophezeie dir, dass du in absehbarer Zeit aufs Maul fällst. Irgendwer kommt hinter deine Machenschaften und dann gnade dir Gott. Weis der Teufel (mit dem du sicher im Bunde stehst) was du sonst noch verbrochen hast. Warst du vielleicht Folterknecht für die Bonzen? Das würde doch zu dir passen. Vielleicht haben sie dich kleine Kinder foltern lassen. Das wäre doch nach deinem Geschmack gewesen. Muss ja ein ganz schöner Schock für dich gewesen sein, dieser Fall der Mauer. Kam dir doch sicher überhaupt nicht recht. Ich habe gehört, du hast es am Herzen. Keine Wunder, würde ich sagen. Wer soviel zu befürchten hat, dem kann’s schon mal auf die Pumpe schlagen. Freut mich irgendwie. Da kommt dein inneres Gift hervor und frisst dich auf.

Zu deiner Information, du bist nicht alleine auf der Welt. Du bist kein Einzelexemplar. Solche Monster wie dich gibt es wie Sand am Meer. So sehe ich das jedenfalls. Ich muss immer wieder von anderen Männern und Frauen lesen, was sie Schlimmes erlebten. Und es gibt diese Bestien von beiderlei Geschlecht. Warum tut ihr euch nicht zusammen und quält euch gegenseitig. Wäre mir ein Verdienstorden wert. Dann bräuchtet ihr nicht mehr kleine und kleinste Kinder zu quälen. Ihr rutscht ja schon über Babys hinweg ohne auch nur einen Moment an das schreiende Bündel zu denken, dass ihr gerade in diesem Moment zerstört. So habt ihr es mit mir getan, mit anderen. Ich habe nie die Chance gehabt, ein normales Kind zu sein. Du hast es so gewollt. Und nun sitze ich hier und soll nicht hassen? Gestern hat sich meine Wut wieder mal wie schon so oft in meinem Leben gegen mich selber gerichtet. Es ging gerade noch mal gut. Ein wenig schmerzt noch meine Stirn, die Stellen, wo meine Faust mich selber traf, aber es waren Schläge, die für dich bestimmt waren. Diese unsägliche Wut, sie überkommt mich immer noch. Aber ich weiß heute, sie ist für dich, für die beiden anderen bestimmt. Und wehe dir, wenn ich es eines Tages schaffe, sie nur noch gegen dich zu richten. Nicht umsonst habe ich in der Vergangenheit vieles gelernt, um zu überleben. Ich habe meinen Verstand an Überlegungen schärfen müssen, die dir für immer fremd sein werden. Du hast immer nur überlegt, wo du einen Vorteil für dein armseliges Leben herholen kannst. Ich war zufrieden mit dem was für mich immer übrig blieb, was man mir freiwillig gab. Ich liebe schöne Dinge, ja. Aber ich bin zufrieden mit dem was war, wollte nie ein Überflieger sein. Das kann man nur erreichen, wenn man anderen Schmerzen zufügt. Und das ist es was uns beide unterscheidet. Ich nehme Rücksicht auf das Leben anderer Menschen, so gut ich es vermag in meiner Verstörtheit. Aber du hast nie auch nur einen Gedanken an solche Überlegungen verschwendet. Warum ist deine Tochter in einer geschlossenen Abteilung der Psychiatrie? Hat hier deine Rücksichtslosigkeit auch zugeschlagen? Konntest du den kleinen Wurm der dein Fleisch und Blut war, auch nicht in Ruhe lassen? Es kommt mir so vor. Ich glaube, ich sollte Kontakt zu deiner Ex-Frau aufnehmen. Vielleicht kann ich meiner Nichte helfen, die Dämonen, die du in ihrem Kopf gepflanzt hast, zu besiegen. Dann hätte ich wenigstens ein wenig von dem gut gemacht, was du zerstört hast.

Was ist eigentlich mit deinem Sohn. Ich habe gehört, du hättest ein besonders liebes Verhältnis zu ihm. Wie lieb? So, wie du mich geliebt hast? Es gab doch eine Zeit, da war er doch sicher nach deinem Geschmack? Hast du ihn auch zerstört wie mich? Ich sollte ihn fragen.

Und deine Erben der Gewalt haben gründliche Arbeit abgeliefert. Ich war wohl auf dem besten Weg, wieder ein normaler Mensch zu werden. 6 Jahre meines Lebens verliefen so ziemlich glatt. Sicher gab es einige Tiefs, auch für mich kleinen Jungen schon. Es war zwar schön bei den Pflegeeltern, aber mir kam es schon seltsam vor. 4 Jahre war ich alt, grade hatte ich einiges von dem vergessen was du mir angetan hast. Und dann musste ich weg aus der gewohnten Umgebung. Das war nicht ganz so einfach. Aber es ging. Sie kümmerten sich rührend um mich. Ich war in guten Händen und in Sicherheit. Ich konnte langsam wieder Vertrauen zu anderen aufbauen. Aber solche Prozesse dauern auch für kleine Jungs sehr lange. Ich vertraute immer noch hauptsächlich mir selber. Sicher, die anderen Brüder waren sehr lieb zu mir (abgesehen von den üblichen Reibereien). Und unsere Eltern gaben sich alle Mühe den Kindern ein gutes Heim zu bieten. Geld war in jenen Tagen immer noch knapp, aber Vati hatte ja Erfahrung mit Landwirtschaft und Mutti kannte sich mit dem Anpflanzen von Gemüse und Obst aus. Wir hatten Hühner, Kaninchen usw. Und im Garten wuchsen Erdbeeren, Kirschen, Bohnen und Erbsen. Im Garten war ich oft. Er war mein kleines Rückzugsgebiet bei gutem Wetter. Hier konnte ich mich in Ruhe aufhalten, ungestört von den Anderen. Ich brauchte diese Zeiten für mich. Da saß ich dann als 7, 8 jähriger Junge und träumte schon von einer besseren Welt. Irgendwie wusste ich noch, dass meine eigene Welt nicht so schön war, wie sie hätte sein können, wenn du nicht gewesen wärest, lieber Bruder. Ich verachte dich! Meine Gefühle für dich reichen fast noch nicht einmal für einen echten Hass aus. Wie hatte ich es formuliert: Ja, du gehörst zu unserer Familie, aber du bist eher wie ein unliebsamer Pickel am Hintern, den keiner mag und der trotzdem da ist.

Und mit neun Jahren kam dein anderes Andenken für mich voll zum Tragen. Meine Bronchitis wurde immer schlimmer. Alle Bemühungen unserer Mutter waren vergebens. Also schickte man mich in Kur. Der Kreislauf der Gewalt begann von neuem. Und du fandest einen sehr würdigen Erben. Von dem hättest du damals noch einiges lernen können. 16 Jahre war der Bursche und eiskalt. Der wusste schon in diesem Alter, wie man einen kleinen Jungen gründlich am Boden zerstört. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er vollendete das, was du angefangen hattest. Er zerstörte den Rest von mir fast gänzlich. Er vollbrachte sein Werk in 2, 3 Nächten. Er überschüttete mich mit psychischer Gewalt vom feinsten. So weit ich mich erinnere bist du nie auf solche Ideen gekommen. Was hatte ich doch für Glück, dass erst diese Bestie so was mit mir machte. Du hast mich ja „nur“ geschlagen, gefesselt. Das tat zwar weh, aber er hat mir nicht nur wehgetan, er hat den Rest zerstört. Und das zum größten Teil innerhalb von nur 10 Sekunden. Länger braucht man nicht um einen neunjährigen Jungen mit seinen eigenen Fäkalien und einigen Fußtritten zu zerstören. Mehr braucht man wirklich nicht, um so etwas empfindliches wie eine kindliche Seele eines kleinen Menschen gründlich dem Erdboden gleich zu machen, auf dem ich anschließen total hilflos und verlassen lag. Seine Planung war perfekt. Zuerst überschüttete er mich mit seinem Urin, ließ mich in seinen Fäkalien liegen, damit meine Seele und mein Geist den Widerstand aufgibt, dann hat er mich in meinen eigenen Kot gedrückt, gnadenlos, und den Rest mit ein, zwei harten Fußtritten in die Rippen erledigt.

Kurz bevor ich ganz zerbrach griffen die uralten Schutzmechanismen und ich versteckte mich tief in mir drin. Nur so schaffte ich es zu überleben. Andernfalls wäre ich so geworden, wie viele meiner Leidensgenossen und Genossinnen. In meinem Kopf wäre meine Seele zersplittert in tausend Teile. Ich hatte Glück im Unglück. Mein Kopf entschied sich für eine andere Strategie: das Verstecken und Vergessen! Ich vergaß alles, was geschehen war und was noch mit mir und meinem Körper geschehen sollte. Freie Bahn für alle Perversitäten, zu denen ein 16 jähriger Bursche fähig ist. Und das ist eine ganze Menge. Das gnadenlose Eindringen in meinen Körper ist nur eine davon. Da gibt es noch eine ganze Reihe Spielereien, die ihm gefielen. Und ich wusste ja, was passiert, wenn ich es nicht mitmachte. Also macht man es mit und hält den Mund. Man legt sich dann auf ihn drauf und tut so als ob, obwohl man sich total blöde vorkommt und überhaupt nicht weiß, was das soll. Da liegt man dann auf seinem blanken Arsch und schämt sich irgendwie zu Tode und befürchtet die ganze Zeit, dass jemand hereinkommt. Oder man steht splitternackt vor ihm, versucht das wenige zu verdecken mit der Hand, die er einem dann brutal weg schlägt. Und wenn er einem dann auch noch befiehlt, dass man an sich selber herumspielt, damit er was zu lachen hat, weil man ja in diesem Alter noch keine Erektion bekommt, ist das besonders erniedrigend. Es ist kein schönes Gefühl, als kleiner Junge so vor einer Bestie zu stehen, genau wissend was er da will und doch das ganze nicht zu verstehen. Hätte es damals schon diese modernen Kameras gegeben, dann hätte er uns sicher noch dabei gefilmt. Das Einzigste was ich wusste, dass es nicht richtig ist, was er da macht. Und ich schämte mich dafür. Ich versank jedes Mal vor Scham in den Boden, wenn wir von der Toilette zurückkamen und der andere mich angrinste. Er wusste doch selber genau, was da gerade wieder passiert war. Er war wieder mal in mich eingedrungen und hatte mich für seine Lust missbraucht. Und ich ließ es geschehen. Ich wollte nie wieder das durchmachen, was er anfangs da mit mir gemacht hatte. Denn diese Drohung stand klar im Raum. Dann ließ ich es lieber zu, dass er mich für seine Zwecke missbrauchte. Das tat nur kurz weh und ich vergaß es ja fast sofort wieder. Ich war ja schon vor Jahren durch eine gute Schule gegangen. Was für ein Glück, dass ich einen großen bösen Bruder hatte. Da muss ich ja fast dankbar sein. Sonst hätte ich das hier vielleicht gar nicht überlebt. Denn ich traute ihm durchaus zu, das er seine Drohung von wegen totschlagen wahr gemacht hätte. Aber hätte mir überhaupt wer geglaubt, wenn ich was gesagt hätte? Wohl kaum! 1968 hätte ich da kaum eine Chance gehabt. Mit viel Glück hätten sie mich zurückgeschickt. Mit der Begründung, der Kleine spinnt zuviel oder so. Na das wäre was geworden. Und die anderen hätten ihren Mund gehalten und nichts gesagt. Ich hätte alleine dagestanden. Vielleicht hätte der 14 Jährige was gesagt? Wer weiß. Aber der hatte sicher auch Angst vor ihm. Eher hätte der auch nichts gesagt.

So kam ich als endgültig veränderter Mensch aus einer Kur zurück, die mir hätte helfen sollen, die Folgen meines ersten Missbrauchs zu lindern. Ich kam zurück mit einem noch größeren Problem. Scham, Angst, das Gefühl, alleine zu sein bestimmte ab sofort meine weitere Entwicklung. Mein Verhältnis zu meiner Mutter war ab diesen Tagen gestört. Bis kurz vor ihrem Tod hielt dies an. Auch das Verhältnis zu meinem Vater war nicht das Beste. Wie auch? Ich traute Niemanden mehr. Nur mir selber traute ich. Ich zog mich endgültig zurück. Nie wieder sollte jemand meine Gefühle tief in mir zu sehen bekommen. Es war viel zu gefährlich, sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Also Maske auf und ab durchs Leben. Einfach vergessen, was gewesen war und eine Mauer um mich aufbauen, die niemand mehr durchdringen sollte. Nur so konnte ich das wenige schützen, was von mir übrig geblieben war. Du, lieber Bruder und du Bestie, ihr habt ganze Arbeit geleistet. Ihr habt eine tote Hülle geschaffen, die zwar lebte, aber in der nur ganz tief drinnen in den hintersten Winkeln wirklich Leben und Gefühle waren. Und das ganze war überdeckt von eurer Gewalt. Und sie hatte Folgen für mich kleinen Wurm. Ich hatte alles vergessen. Aber tief in mir waren die Erinnerungen so lebendig wie am ersten Tag. Und das wirkte sich auf meine Leben aus. Mit 11 Jahren fing das ganze an, seine unheilvolle Auswirkung zu zeigen. Ich vergesse den Tag bis heute nicht. Wir hatten Besuch. Die Tante war da mit ihren Kindern. Wir spielten zusammen auf der Wiese gegenüber auf dem Hügel. Es war ein wunderschöner Sommertag. Wie immer, einer der wenigen Erinnerungen die ich habe, hat negative Züge. Wir tollten umher und ich war richtig glücklich. Gleichaltrige zum spielen. Toll. Und dann wurde mir komisch. Ich wusste nicht was los ist. Ich sagte den anderen, dass ich mal kurz ins Haus gehe. Ich ging sofort in mein Zimmer und setzte mich auf mein Bett. Dann kamen die Kopfschmerzen mit einem Schlag. Und ich wurde Ohnmächtig. 3 Stunden später erwachte ich wieder und wusste nicht mehr was passiert war. Ab diesem Tag wurde ich für lange Zeit diese Schmerzen nicht mehr los. Ich war in der Wachstumsphase. Meine Wirbelsäule begann sich zu krümmen. Ein wenig sah ich aus wie der Glöckner von Notre Dame. Die Kopfschmerzen nahmen ständig zu. Meine Mutter begann mich von Arzt zu Arzt zu schleppen. Und sie gab mir Medikamente gegen diese starken Schmerzen. Heute erst weiß ich definitiv, woher diese Schmerzen und diese Verkrümmung meiner Wirbelsäule kommen. Sie sind die Folgen des sexuellen Missbrauchs. Ich war immer auf Hochspannung, immer bereit, mich sofort wieder zu ducken, mich zu verstecken. Sicher, ich hatte die Veranlagung dazu geerbt. Man nennt es Bindegewebsschwäche. Aber was passiert mit einer Pflanze, die man so bindet, dass sie nicht gerade nach oben wachsen kann. Sie krümmt sich. Und so geschah es auch mit mir. Ständig geduckt konnte ich mich nicht gerade entwickeln. Mein Rücken musste sich krümmen unter der Last, die auf ihm ruhte. Und so kamen harte Jahre auf mich zu. Damit sich mein Rücken normal entwickeln konnte (soweit möglich) verpasste mir der Arzt für nachts ein so genanntes Gipsbett. Das ist eine Gipsschale, die von der Halswirbelsäule bis runter zu den Oberschenkeln reicht. Dort liegt man dann Nacht für Nacht drin, immer auf dem Rücken, Sommer wie Winter. Und man kann sich nie richtig zudecken. Es zieht immer irgendwo. Drehen ist nicht drin. Und sie ist immer kalt, wenn man sich abends in sie hineinlegt. Ich hatte schon einen richtigen Horror vor dieser Schale. Aber ich war ein folgsamer Junge und meine Mutter hat es ja auch immer wieder kontrolliert, ob ihr kleiner Junge brav im Gipsbett lag. Tagsüber musste ich ein Korsett tragen. Es setzte oben an den Achseln an und führte über den Bauch zwischen den Beinen hindurch. Es sollte dafür sorgen, dass ich mich tagsüber gerade hielt. Es war ein wirklich schönes Teil. Jeden Tag musste ich es anziehen. Und das von meinem 12 Lebensjahr bis ich 17 Jahre alt war. Das Gipsbett verschwand mit 15. Es war zu klein geworden. Und ein neues blieb mir erspart. Wahrscheinlich nur, weil meine Mutter zu dieser Zeit sehr krank wurde. Diagnose: Krebs. Es war auch die Zeit herum, als der Dritte Täter in mein Leben kam. Als ich ca. 13 Jahre alt war kaufte meine Mutter einem Zigeuner zwei Ponys samt Kutsche und Zubehör ab. Vati baute auf die schnelle ein Stall für sie. Es war herrlich. Wir hatten Pferde. Und ich durfte auf ihnen reiten. Das war einfach super für mich. Heute bin ich auch der Überzeugung, dass sie das aus gewissen Schuldgefühlen heraus mache. Sie wollte ihrem kleinen Jungen helfen, von dem sie zumindest wusste, dass ihm in jungen Jahren sehr wehgetan wurde. Sie muss auch geahnt haben, dass während der Kur etwas passiert war. Was genau konnte sie nicht ahnen. Sicher ist nur, dass ich ihnen einen Teil der Schuld dafür gab. Wie konnte ich auch anders denken, sie hatten mich ja in den Zug gesetzt und diesem Monster überlassen.

Jedenfalls hatten wir nun zwei Ponys. Und ich durfte reiten. Und wir fuhren mit der Kutsche aus. Ich will mal sagen, dass war mit das schönste Jahr in meiner Kindheit. Trotz Gipsbett, Korsett und Kopfschmerzen gab es durch die Pferde sehr schöne Momente. Wäre da nicht der alte Bock gewesen. Es war ein Arbeitskollege meines Vaters, etwas primitiv vom Denken. Er kam und holte den Pferdemist für seine Obstbäume ab. Und ich sollte ihm dabei helfen. Er kam mit so einem Handkarren. Ich half ihm beim Aufladen. Es war sicher nicht beim ersten Mal. Aber recht bald begann er damit. Er erzählte mir, einem damals ca. 14 jährigen, ziemlich heftige schweinische Witze. Und wie zu Untermalung griff er mir zwischen die Beine und spielte an meinen Geschlechtsteilen. Mit richtig festem Griff spielte er mit meinen Hoden herum. Es tat weh. Ich stand da wie hypnotisiert und konnte nichts machen. Wenn ich heute daran denke, wird mir immer noch übel. Und natürlich kamen in der Folge die Kopfschmerzen verstärkt zum Vorschein. Sie wurden immer heftiger. Die Medikamente halfen kaum noch. Immer stärkere mussten her. Und damals war es kein Problem. Es waren immer reichlich Tabletten im Haus. Und spielte mein Magen nicht mehr mit, dann gab es ja noch Zäpfchen. Für mich war es immer ein komische Gefühl, wen ich mir eines von den Dingern einführte. Heute weiß ich erst warum. Jedenfalls zog sich die ganze Geschichte mit diesem Bock ca. 1 ½ Jahre hin. Dann starben die Ponys überraschend kurz hintereinander. Dem Wallach hatte ich die ganze Nacht über den Kopf gehalten im Todeskampf. Das erste Mal seit langem, dass ich weinte. Ich war alleine. Wie schon so oft in meinem Leben, darum konnte ich auch weinen. Gegen morgen war es vorbei. Ich ging nach oben. Es war schon hell. Ich nahm mir ein Wasserglas aus dem Schrank, füllte es zur Hälfte mit Weinbrand und trank es aus. Danach fiel ich in mein Bett. Ich habe so ungefähr 10 Stunden geschlafen. Viele Jahre später habe ich erfahren, dass sie vergiftet wurden von einem neidischen Nachbar und dass er sich damit rühmte. Er sollte mir besser nie wieder begegnen.

Ab dem Tage gab es dann keine Übergriffe mehr von dem alten Bock. Aber ich war geschädigt für die nächsten Jahre. Damals kamen zwei junge Mädchen immer gerne bei uns vorbei. Sie halfen im Stall mit, bei der Pferdepflege. In eine von den Beiden war ich verknallt. Doro war ihr Name. Ich fand sie einfach goldig. Nur wie sollte ich, der immer seine Gefühle verstecken musste, ihr sagen, dass ich viel für sie empfand. Es ging einfach nicht. Ich war schon froh, dass sie überhaupt in meiner Nähe war. So konnte ich meine Gefühle für sie wenigstens tief in mir pflegen. Ich freute mich immer riesig, wenn die Beiden kamen. Ob sie es jemals gemerkt hatte? Wahrscheinlich. Und sicher war sie enttäuscht davon, dass ich nie näher kam, etwas sagte. Aber wie sollte sie auch wissen, dass ich das nicht konnte. Es ging einfach nicht. Erst später, mit 24 Jahren, schaffte ich es, meine inneren Schranken zu überwinden, und das auch nur sehr zögerlich. Und wäre sie nicht so offen gewesen und hätte alles getan, um mich zu umgarnen, wäre ich heute noch Jungfrau. Ich bin ihr dafür bis heute sehr dankbar.

Mit 15 war es klar. Mein Weg war vorher schon durch den Missbrauch bestimmt. Die scheinbar harmlose Tat des alten Bocks führte zur endgültigen Verfestigung. Ich verschwand in meinem Schneckenhaus. Und als Prävention gegen zukünftige Täter begann ich die Körperpflege einzustellen. Nur das notwendigste wurde noch gewaschen. Was muss ich gerochen haben? Und mit 17 fing der Alkoholkonsum an. Im Laufe der Jahre wurde es immer schlimmer. Ich trank, um ab und zu mein Gefängnis verlassen zu können. Irgendwie ein oft zum Scheitern verurteilter Versuch, weil ich trotz Alkohol fast immer noch die Kontrolle über alles behalten wollte. Sicher, ich wurde locker durch Alkohol, lachte, tanzte, war ausgelassen. Nur hinter die Maske sah niemand. Da kochte die Erinnerung an schlimme Zeiten. Und was kam davon hoch? Die Kopfschmerzen, die mich bis zum ca. 30. Lebensjahr immer wieder quälten. Dann ließen sie irgendwann etwas nach und verschwanden fast völlig. Ich war in einer festen Beziehung und hatte Halt gefunden. Stattdessen begann ich dicker zu werden. Und qualmte wie ein Schlot. Ich rauchte seit meinem 14. Lebensjahr. Ich fand es immer schick. Irgendwann war ich eine Tonne, wog 120 kg bei 1,79 Körpergröße. Kompensation pur. Gefühle konnten nicht heraus, sie erstickten, ehe ich sie aussprechen konnte. Zeigen konnte ich sie, durch Handlungen. Aber wehe, mir wurde wehgetan. Dann gab es kein Zögern. Ich verschwand in meinem Schneckenhaus und war nie wieder gesehen. Anstatt etwas zu sagen, was jeder andere Mensch getan hätte. Ich konnte das nicht. Und versuchte ich es trotzdem mal, waren es nur hilflose Versuche die im Keim erstickten. Sie führten nur dazu, dass ich mich noch mehr verkroch, sowohl als Person als auch als Sexualpartner. Es ging nichts mehr. Jede Nähe tut dann weh und ist nur noch unangenehm. Und man steht dann verzweifelt vor sich selber und weiß nicht, woher das kommt. Heute weiß ich es wieder, lieber Bruder. Du und die beiden Anderen haben mir ein unschönes Erbe hinterlassen. Noch heute muss ich dagegen ankämpfen. Ich weiß wieder, was ihr mit mir getan habt, wie brutal ihr ward mit einem kleinen Jungen, der euch nie etwas getan hatte und hätte. Ihr habt mich in dieses Schneckenhaus gesteckt, ihr Verbrecher. Nun muss ich alleine sehen, wie ich da wieder rauskomme. Nur gibt es einen Unterschied zu euch. Ich habe Menschen gefunden, die so sind wie ich. Denen etwas an anderen Menschen liegt, die nicht über Leichen gehen, so wie ihr. Trotz allem, egal was passierte und noch passieren wird, ich bin der glücklichere Mensch. Ich habe Freunde, ich habe liebe Verwandte, die zu mir halten. Von dir Bruder weiß ich da anderes. Du hast zwar jetzt ein Frau und einen Sohn, an denen du hängst. Ob das so richtig ist, weiß ich nicht. Aber Beide tun mit Leid. Wehe, deine Frau kommt dahinter, was du für eine Bestie bist. Sollte sie ein normal denkende Frau und Mutter sein, hast du auf deine alten Tage keine ruhige Minute mehr. Ein Gedanke, der mir durchaus gefallen könnte. Nur bin ich nicht wie du. Rache liegt mir fern. Doch sollte ich den Verdacht haben, dass du weitermachst mit deinem unseligen Treiben, werde ich dafür Sorge tragen, dass sie es erfährt. Ich bräuchte nur ein Wort sagen. Denn andere hätten es schon längst getan, hätte ich nicht bisher nein gesagt.

Seit einem ¾ Jahr gehe ich nun durch die Hölle wegen euch. Doch ich werde nicht aufgeben. Ich werde kämpfen um den Rest meines Lebens. Ich werde die Kopfschmerzen ertragen, die jetzt wieder zum Teil zurückkamen. Ich werde die seelischen Schmerzen ertragen, die mir euer Tun verursacht. Alles das werde ich ertragen. Ich weiß, ihr wäret dazu gar nicht in der Lage. Dazu seid ihr viel zu feige. Ihr seid nichts anderes als erbärmliche Kreaturen, auf die ich eigentlich mit Mitleid schauen müsste. Aber ich habe kein Mitleid mit euch. Ihr hattet keines mit mir. Warum sollte ich es jetzt für euch empfinden? Ich sehe es nicht ein!

Nach 45 Jahren fange ich nun an und rede endlich. Rede über das, was drei böse Menschen mir antaten. Und ich will nie wieder schweigen müssen. Ich werde nichts verschönen oder weglassen. Es gibt an meine Geschichte nichts schönes, sofern es euch drei betrifft. Eine liegt längst unter der Erde. Der andere ist für mich wahrscheinlich nie erreichbar, falls er noch lebt. Du, lieber Bruder, du lebst noch und nicht schlecht. Du hast eine neue Familie gegründet. Ob sie wissen, was für eine elende Bestie du bist? Ich glaube es kaum. Deine Frau wird dich für einen treusorgenden Familienvater halten. Doch bist du das wirklich? Oder konntest du auch die Finger nicht von deinem eigenen Sohn lassen? Gnade dir Gott, ich nicht!

Ich erfahre heute an meinem Körper, an meiner Seele, was ihr mir angetan habt. 45 Jahre versteckte Gefühle aller Art kommen in mir hoch. Sie treiben mich fast in den Wahnsinn. Ihr habt euch nie Gedanken über euer Tun gemacht. Ihr habt nur einem 2 Monate altes Baby, einem neunjährigen Jungen, einem 14 jährigen Jungen das Messer in die Seele gesteckt und ihn seelisch verbluten lassen vor euren Augen. Aber ihr hattet Pech. Ich lebe noch und fange jetzt an, nach so langer Zeit, mein Leben zu leben. Und ich erinnere mich an mehr, als ihr wohl je gedacht habt, vor allem du, lieber Bruder. Wie soll sich ein Baby an so was erinnern? Wer hätte wohl gedacht, dass ein 2, 3 jähriger kleiner Junge nach so langer Zeit wieder auf die Einzelheiten deiner Untaten stößt. Du doch sicher nicht! Aber es ist so! Stück für Stück kommen sie wieder, eingebrannt in meinem Gehirn ruhten sie all die Jahre und warteten auf den Tag, an dem ich bereit war, sie wieder zu sehen. Auf den Tag, an dem ich stark genug geworden war, um diese Horrorszenarien sehen zu können ohne mir ein Kugel durch den Kopf zu jagen. Vor zehn Jahren hätte ich es nicht überlebt. Aber heute schon. Und du bist zu mindest für mich noch erreichbar. Und irgendwie wird dein Tun und Handeln mir und andren gegenüber den Weg zu dir zurückfinden. Und dann wirst du spüren, was es heißt hilflos und gnadenlos etwas ausgesetzt zu sein. Schade, ich werde dein Gesicht nicht sehen in diesem Moment. Ein klein wenig Genugtuung wäre es sicher für mich. Ist das Rache? Ja. Und ich habe mir dieses Gefühl verdient. Gerechtigkeit wird es für mich nie geben. Selbst wenn du für Jahre im Knast verschwinden würdest, gäbe es sie nicht. Sei einfach froh, dass ich ein friedlicher Mensch geworden bin, der mit Gewalt nichts zu tun haben möchte. Du brauchst also keine Angst davor haben, dass ich mit einer Waffe vor dir stehen werde. Du bist es gar nicht wert, dass ich den Rest meines Lebens selber zerstöre. Die paar Jahre, die mir nun bleiben um endlich mein Leben zu leben wirst du armselige Kreatur nicht auch noch zerstören können! Du wirst irgendwann von alleine an deinem eigenen Gift ersticken. Das wird dann mein Tag sein, an dem ich lächelnd deiner Gedenke und dir schöne Grüße in Richtung Hölle nachsende. Denn du bist dann gerade auf dem weg dorthin, wohin du mich vor jetzt 45 Jahre geschickt hattest. Ich wünsche dir jetzt schon eine gute Reise, lieber Bruder! Fahr zur Hölle!

12.2.2004 + 17.2.2004

Michael Sascha
 
 

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