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Texte
Gedanken -
Über mich, über andere, über Gott
und die Welt |
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Ein weiterer Monolog |
Sieben Tage hat die Woche, 24 Stunden der Tag, 60 Minuten
die Stunde, 60 Sekunden jede der Minuten, in der ich an das
Vergangene denke. Das sind 604.800 Sekunden in der Woche.
Jede dieser Sekunden kann wie eine Explosion sein, wie ein
Schlag in mein Gesicht. Und dann wird aus so einer Sekunde
wieder Minuten, Stunden, Tage, Wochen, die mich zu zerstören
drohen. Seit nunmehr 243 Tage regiert in meinem Kopf der
Wahnsinn. Er versucht mich immer wieder zu überwältigen. Ich
habe keine Chance dagegen etwas zu tun wenn diese Gefühle
mich mit jetzt 45 Jahren überfluten, meinem logischen Denken
ein Ende setzen. Ist es denn auch ein Wunder, wenn Taten,
die einem Horror-Roman gut zu Gesicht stehen würden mir im
wahren Leben begegneten? Wie kann ich je solche mächtigen
Bilder verstehen, die in meinem kleinen Kopf präsent sind?
Ich will zurück ins Leben, will verstehen, was Menschen zu
Dingen treibt, die nie sind zu verstehen. Sie vollbringen
Taten, die in ihrem eigenen Innern zerstören müssen, was an
menschlicher Regung noch vorhanden ist. Mit mächtigen
Hammerschlägen zerstören sie mit einem Male zwei Seelen.
Kinder werden nicht als schlecht geboren. Unschuldig
erblickt ein jedes Kind das Licht der Welt. Wo liegt der
Grund der das eine Kind zu einem Menschen formt und das
andere zur Bestie werden lässt? Tief im Menschen sollte doch
so was wie Respekt vor anderem Leben tief verankert sein.
Und doch sehe ich rundherum in so vielen Taten grade ein
großes Maß an Respektlosigkeit. So ist das andauernde
Verhalten des Mannes im Allgemeinen gegenüber einer Frau,
Rassendiskriminierung, Vorurteile gegenüber homosexuellen
Menschen, die Achtlosigkeit gegenüber dem Willen eines
Kindes, die Verachtung von Tieren usw. für mich nicht
erklärbar. Die Liste könnte man noch lange fortsetzten. Was
treibt den Menschen dazu, einen anderen als weniger Wert zu
erachten. Und bitte, keiner sollte sich da ausschließen. Ich
weiß, ich renne jetzt wieder offene Türen ein, aber egal
welcher Menschenschlag, fast jeder zeigt dieses Verhalten,
mal wenig ausgeprägt, mal bis ins extreme verzerrt. Auch ich
habe sicher immer wieder mal Vorurteile in meinem Leben
gehabt. Ich schließe mich da nicht aus. Ich gebe mir zwar
alle Mühe, auch immer wieder meinen Verstand zu gebrauchen,
ehe ich rede, aber immer gelingt mir das auch nicht. Es gibt
aber grundlegende Gedankengänge, denen kann ich noch nicht
einmal im Ansatz folgen. Einer von ihnen ist der Begriff
„Rassismus“. Was ist das? Das heißt doch nichts anderes, als
dass ich der Ansicht bin, ich bin mehr wert als ein anderer
Mensch, der sich durch Geschlecht, Hautfarbe und oder
Glaubensrichtung von mir unterscheidet. Da frage ich mich
allen ernstes, warum ist ein Farbiger in der Bronx oder in
Afrika weniger Wert als ich selber. Er hat die gleichen Gene
in sich mit einigen wenigen winzigen Abweichungen, wie sie
zwischen allen Menschen üblich sind. Es wäre ja auch
schrecklich langweilig auf diesem Staubkorn Namens Erde,
wenn alle Menschen gleich aussehen würden und absolut
Gleiches Denken würden. Das wäre nicht auszuhalten. 6
Milliarden Menschen, alle gleich! Oje!
Warum verstehen wir es nicht als Segen, dass es Unterschiede
gibt? Ist der Mensch den so tumb, dass er alles ablehnt, was
er nicht kennt und lieber in seinem kleine Reich vor sich
hin lebt, unbeeinflusst von außen. Und bitte, es ist keine
frage der Bildung und des Wissens. Nein, es gibt
Naturvölker, denen ist jeglicher Rassismus fremd. Schönes
Wort übrigens: Naturvölker. Sicherlich empfinden es einige
Menschen in unserer Industrie-Nation als abwertend. Aber ich
sehe das anders. Das Wort ist für mich eher ein Lob für jene
Menschen, wie sie die Buschmänner in Afrika darstellen. Bei
ihnen hat eine wunderbare Entwicklung stattgefunden. Fast
jeder kennt doch den Film „Die Götter müssen verrückt sein“.
Oberflächlich gesehen eine Komödie. Aber der tiefe Sinn, die
Weisheit dieser Menschen ist umwerfend und „natürlich“.
Wären nur alle Menschen nur halb so vernünftig wie diese,
wir würden in einem Paradies leben. Sie gehören in meinen
Augen zu den wahren Menschen. Besitz ist ihnen fremd. Sie
haben gar kein Wort dafür. Und ihre Freiheit und
Selbstbestimmung mit ihr höchstes Gut. Jeder ist für jeden
da, jeder hilft dem anderen, wenn er in Not gerät. Und was
machen wir „zivilisierten“ Menschen? In Europa bestehen die
konservativen Kräfte darauf, dass in die noch zu schaffende
EU-Verfassung die christlichen Grundsätze mit aufgenommen
werden. Ist in mein Augen ja gar nicht so übel, aber wer
hält sich von diesen Herrschaften (und Damen) an diese
Grundsätze? Ich sage es mal salopp: Fast niemand! Wenn es so
wäre, dann müssten wir nämlich fast so wie diese Buschmänner
leben und handeln. Nur wer tut das schon von uns? Schöne
Zivilisation! Wie immer, die guten Beispiele werden einfach
ignoriert und womöglich als primitiv dahingestellt, aber die
negativen Auswüchse werden als Errungenschaft dargestellt.
Und damit wir aus dem Vollen schöpfen können nutzen wir ob
wir wollen oder nicht, diese Menschen einfach aus,
missbrauchen sie für unsere Zwecke. Wer ist sich schon
sicher, dass er nicht Dinge besitzt, an denen ein Kind unter
schlimmsten Bedingungen gearbeitet hat? Es muss ja billig,
billig sein. Also verlagern große Unternehmen ihre
Produktionen immer mehr in Länder der 3. Welt um Lohnkosten
einzusparen. Nur ist es oft Usus in diesen Ländern, dass
auch Kinder schon mitarbeiten müssen. Und dort gibt es dann
keine Kontrollen. Sie geben dann ihre Kindheit her, damit
wie hier ein Schnäppchen machen können. Wunderbare Welt!
Und dann wundern wir uns hier, dass es immer wieder zu
solchen Dingen kommt, die uns die Haare kurz zu Berge stehen
lassen. Jeder regt sich über höhere Beiträge zu
Krankenkassen auf, über das neueste Machwerk eines Herrn
Bohlen, immer wieder kommt es zu Protesten gegen und für
alles Mögliche (ich bezweifle nicht die Wichtigkeit von
Friedensdemos, Anti-Atom-Demos usw.), aber über den Tod
eines Kindes, dass von seinen Eltern zu Tode gequält worden
ist über mehrere Tage hinweg, da gibt es ein kleine
Randnotiz und das war’s. Kein großer Protest, 5 Minuten
Betroffenheit, fertig. Und das macht mich wütend. Wo sind
die Menschen, denen so was doch angeblich nicht egal ist.
Die paar Nichtbetroffenen, die sich um uns Opfer kümmern,
denen werden auch noch Steine in den Weg gelegt, bekommen
von Politikern und Politikerinnen auch noch saufresche
Antworten (Harald Krassnitzer und die Ministerin für
Familie, Renate Schmidt bei JBK). Und dann laufen in unserem
Land Richter herum, die sprechen Täter frei mir der
Begründung, die Kinder waren doch sowieso schon geschädigt
und wären durch den Angeklagten nicht mehr zusätzlich
geschädigt worden. Da suche ich doch tatsächlich nach einem
Waffenhändler um mir eine Waffe zu kaufen und dann Amok zu
laufen. Solche Richter gehören in den Bau, zusammen mit
Pädos in eine Zelle. Dieser Richter hat in meinen Augen den
Straftatbestand einer Begünstigung einer Straftat voll
erfüllt. Als solcher gehört er in den Bau! Besser noch ein
schöner Pranger aus dem Mittelalter. Mit einem Schild um den
Hals: Ich bin ein elender Pädo-Freund (so geschehen am OLG
München).
Wo bleiben da die Volksmassen? Wo bleiben die Lichterketten?
Wie groß ist die Lobby der Täter frage ich mich da zu recht.
Wo bleiben die gerechten Strafen? Schickt die Täter zur
Arbeit. Sie sollen arbeiten und jeden Cent, der übrig bleibt
an die Opfer zahlen, solange sie leben. Das wäre halbwegs
gerecht. Wir müssen sehen, wie wir zurechtkommen mit unserem
Leben, mit all den Erinnerungen, die uns immer wieder zu
Boden werfen. Und diese Herren und Damen kriegen mit Glück
eine Bewährungsstrafe und ein Geldstrafe und gehen grinsend
nach Hause. Oder werden wegen guter Führung frühzeitig
entlassen. Toll! Ein Kind zerstören und dann gute Führung.
Wer will mir das erklären? Keiner! Dachte ich mir. Und dann
die Verjährungsfristen. 10 Jahre nach der Volljährigkeit des
Opfers. Untersuchungen zeigen, dass die Menschen, die alles
Verdrängt haben, frühestens mit 30 hinter alles kommen.
Passt! Ich war 44 Jahre alt. Also keine Chance mehr. Alles
Verjährt, bis auf mein Leiden, das verjährt nie.
Wo hatte ich angefangen? Rassismus! Es ist ja einfach, eine
scheinbar schwache Gruppe anzugreifen und für vieles
verantwortlich zu machen. Und die schwächste Gruppe in
unserer Gesellschaft sind die Kinder. Wie oft werden Kinder
gepeinigt, weil Erwachsene sich schlimmer als die Kinder
benehmen? Ohne die geringsten Rücksichten werden Kinder für
Machspielchen missbraucht. Besonders oft in Scheidungsfällen
zu beobachten. Ja, auch da beginnt bereits der Missbrauch,
nicht nur auf der sexuellen Ebene. Kinderseelen sind nun mal
sehr empfindlich. Nur die lieben Erwachsenen machen immer
noch so, als wäre ein Kind ein Eigentum. Wie kommen Eltern
auf diesen Schwachsinn? Kinder sind Menschen. Und als solche
will ein Kind auch behandelt sein. Es hat eine Meinung und
verdammt noch mal, hört den Kindern doch endlich mal zu. Sie
haben nicht immer recht, klar. Aber dafür sind wir doch da.
Wir können dem Kind doch erklären, warum manches so ist.
Auch ein Kind kann ab einem gewissen alter verstehen, warum
Mama und Papa nicht mehr zusammenleben können. Aber als
Erwachsener kann man sich immer noch zusammen um das Kind
kümmern. Das Verständnis, die Liebe ist es, was das Kind am
nötigsten braucht. Und das können Eltern auch getrennt dem
Kind vermitteln. Nur muss man es auch wollen und seiner
Verantwortung gegenüber seinen Kindern gerecht werden.
Es gibt vieles, was wir nicht verhindern können. Aber wie
sagt ein lieber Bekannter mir: Die Erwachsenen haben
verdammt noch mal die Pflicht einem geschädigten Kind zu
helfen! Und er hat Recht! Dafür sind wir auf der Welt. Um
den Kindern, allen Kindern in der Not beizustehen so gut wir
können und ihnen den Weg in die Zukunft zu zeigen. Und dann
werden aus ihnen gute Menschen. Aber was ist der Normalfall?
Kampf, Gewalt, Hass und Wut. Eine Spirale er Gewalt
beherrscht unsere Welt im Kleinen wie im Großen. Länder
fallen über andere Länder her, Kriege sind an der
Tagesordnung, große Konzerne beherrschen riesige
Kapitalsummen und kümmern sich nicht um die Sorgen des
kleinen Mannes, kriminelle Organisationen gehen über
Leichen, AKW-Betreiber bestreiten schädliche Auswirkungen
ihrer Meiler, brutale Zuhälter betreiben Menschenhandel,
Dealer verkaufen harte Drogen auch an Schulkinder,
Millionäre bezahlen oft keine Steuern, Menschen werden
gemordet wegen niedrigster Gründe, oft schon mal wegen einem
Euro, Kinder werden vergewaltigt aus purer Lust an der
Macht. Und alles unter dem Namen Mensch. Wir, die Krönung
der Schöpfung zerstören uns selber. Und wir bezeichnen uns
selber als Krönung. Mit welchem Recht? Ich weiß es nicht!
Michael Sascha
2.2.2004
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