|
Maßlos,
maßlos ist das Erstaunen,
welsches einem Überkommen kann,
wenn sich das Innerste nach außen kehrt.
Unfassbar,
unfassbar ist das,
was da hochkommt,
hoch aus dem Innersten.
Rätselhaft,
rätselhaft ist das,
was da unter einer dicken Kruste verborgen und
doch erscheint es einem vertraut.
Groß,
groß ist die Verblüffung,
über das,
was da alles in einem steckt.
Neu,
neu ist das nicht,
was man da empfindet,
aber scheinbar längst vergessen.
Ekel,
Ekel kommt hoch,
heraus aus den tiefsten Tiefen,
drängt mit Macht nach oben.
Angst,
Angst macht sich breit;
was wird da noch alles kommen,
wie wird der Weg sein?
Erinnerungen,
Erinnerungen drängen sich auf,
werden wiedergeboren,
ohne dass man es will.
Wut,
Wut kommt auf,
ohnmächtige Wut,
auf vieles Vergangenes und Vergessenes.
Wem,
wem darf ich es sagen,
wem darf ich vertrauen,
wem meine böse Geschichte erzählen.
Scham,
Scham kommt auf,
Scham vor einem selber und
vor dem Geschehenen.
Tränen,
Tränen fließen in Strömen,
der Stärkste kann sie nicht halten,
sie überschwemmen sein Denken.
Wirr,
wirr sind zuerst die Gedanken,
dann immer klarer,
es muss heraus.
Suchend,
suchend blicke ich mich um,
versuche den Menschen zu finden,
der mir hilft.
Vorwürfe,
Vorwürfe mache ich mir,
warum habe ich geschwiegen,
die langen 34 Jahre lang.
Tränen,
Tränen fließen in Strömen,
als die Wahrheit endlich ausgesprochen,
der erste Schritt ist getan!
Ruhe,
Ruhe habe ich noch nicht,
zu stark bin ich aufgewühlt,
für lange Zeit.
Schluss,
Schluss aber ist es mit dem Verdrängen,
ja, es schmerzt sehr,
aber die Hoffnung wächst!
12.6.2003 - Michael Sascha
|