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Die Tage zerrinnen,
die Zeit vergeht in den Tiefen meines Geistes.
Die Stunden ziehen vorüber,
Minuten sind wie Sekunden
und verschmelzen mit dem Vergangenem,
das wieder vor mir entsteht.
Auferstanden aus dem scheinbaren Nichts,
mein Sein erhält eine neue Fassade,
die nur noch dunkel scheint;
meine Seele war vergangen,
verlor sich in jenen Abgründen,
die andere für mich aufgetan hatten.
Jene, die die Würde eines kleinen Jungen mit Füßen traten,
mich beschmutzt zurückließen,
ohne sich einen Gedanken über mich zu machen.
Nichts als Leere ließen sie in mir zurück,
zerstörten rücksichtslos,
was zu einem normalen vollständigen Menschen gehört.
Zurück blieb viel Gutes,
eine Fassade die gerne lachte,
aber nie weinte und offen liebte,
die meine Gefühle tief verstecken musste,
um den kleinen verletzten Jungen dahinter zu schützen,
der sich verstört in die hinterste Ecke verkroch.
Langer harrte er dort aus,
wartete auf den Tag,
an dem er verstehen konnte,
was da mit ihm geschehen war.
Heut darf er wieder fühlen,
darf endlich wieder leben.
5.4.2004
Michael Sascha
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