Texte
Klinikaufenthalt

Wasser fließt


Leise gurgelnd fließt das Wasser,
mal langsam, mal schnell,
immer wieder kämpft es sich voran,
alte Wege, neue Wege,
es fließt dahin, einem unbekanntem Ziel entgegen.

Ville Hindernisse stellen sich ihm in den Weg,
mal ist's ein kleiner Stein nur,
mal ist's ein großes Wehr,
dass seinen Fluss verändert,
ihm eine neue Richtung gibt.

So strömt es dahin,
ewig suchend nach dem Morgen,
beeinflusst von dem Gestern,
unbewusst sich seinen Weg bahnend,
nie wissend was dort hinter der nächsten Biegung kommt.

Mein Leben ist wie dieses Wasser,
es floss all die Jahre dahin,
war immer nur ein kleiner Bach,
nun wird es langsam erst zu einen Fluss,
verlässt den von anderen festgeschriebenen Weg.

Befreit von den Fesseln des Vergangenen,
fließt nun mein Leben seinen eigenen Weg,
noch wirkt das alte böse in mir weiter,
doch wird dies immer weniger sein,
bis ich alleine fließen werde.

16.04.2004
Michael Sascha

 

(C) jetzt.trotz-allem.org 2004