|
Immer und immer wieder tue ich es,
dringe ein in mich selber,
wühle,
suche,
wie ein Verrückter!
Suche nach dem Fehlenden,
das, was noch am Bild unklar ist,
vervollständige immer weiter das düstere Szenario,
dass sich aus meinem Leben ergibt.
Es wird von Tag zu Tag klarer.
Eigenpenetration,
schön ist das nicht,
scheint mir aber notwendig zu sein.
Ich will mit meinem dicken Kopf durch die Wand,
die ich mir selber aufgebaut.
Nicht immer gelingt's,
aber immer öfter kommen sie ans Licht des Tages,
die Bruchstücke meines Lebens,
die ich selber habe versteckt.
Sie müssen heraus!
Und erst dann,
wenn das letzte Stückchen da ist,
dann endet das Eindringen in mich selber,
kommt der Friede und die Ruhe zurück,
wenn auch der Kampf dann noch nicht zu ende ist.
Warum sollte der Kampf dann noch nicht zu ende sein?
Er beginnt dann erst recht. Soweit es in meiner Macht steht, werde ich, so habe ich mir vorgenommen, etwas gegen die Mauer des Schweigens unternehmen. Sei es auch nur dadurch, dass ich meine Gedichte und meine Erfahrungen veröffentliche. Habe diese Woche schon damit begonnen, obwohl sicher hier und da noch einige Details fehlen. Sie werden, sofern es überhaupt möglich ist, irgendwann einmal wiederkommen. Ab dieser Woche wird meine anonyme Webseite im Netz stehen (sofern alles bei trotz allem klappt).
27.8.2003
Michael Sascha
|