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Hinter den Fratzen


Hexensabbat ist’s,
der Tag,
an dem die Monster uns verführen,
sie greifen nach unseren Herzen,
zerreißen uns in kleine Stücke
und wir sollen danke sagen!

Die Nacht der Nächte,
sie treffen sich in schwindliger Höh,
der Bergrücken ist voll von der Geisel,
die die Menschheit aus sich hervorgebracht,
unter uns leben sie das ganze Jahr,
mit der Maske des Biedermanns, der Biederfrau.

Einmal im Jahr zeigen sie ihre hässlichen Fratzen,
verzerrt sind ihre wahren Gesichter,
entblößt von allem Menschlichen.
Nur sieht dies keiner,
alle schauen sie weg vor dem was nicht sein darf,
verkriechen sich in ihrer heilen Welt.

Was bleibt sind wir,
Diejenigen unter uns,
die ihnen begegneten,
denen schon in die Wiege gelegt,
was nie hätte sein dürfen.
Und damit müssen wir nun leben.

Gott mag euch vergeben,
ich kann es nicht!
Und wenn es Gott gibt,
so wird er es verstehen,
das ich so denken muss
und nicht anders kann.

26.12.2003
Michael Sascha

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