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Erinnerungen sind in mir,
die wollen einfach nicht nach oben,
stecken tief in mir drin,
sind überdeckt von anderen Dingen,
die eigentlich das Tageslicht scheuen
und doch immer wieder nach oben streben
und das auch am hellten Tag,
der dann für mich zur Nacht wird.
Grausam überfallen mich die Gefühle,
ohne Rücksicht auf die Situation,
spüre ich der Täter Hände oder schlimmer,
ihr gnadenloses Eindringen in meinen Körper.
Mitten im Gehen kann es sein,
die Gedanken, der Körper ist dann angespannt,
"Abwehr" schreit dann alles in mir
und doch bin ich ohnmächtig dagegen!
Es kotz mich an,
dem Ganzen immer wieder hilflos ausgeliefert zu sein,
ohne jede Chance dem zu entfliehen.
Für einen Moment, für eine Stunde mag es gelingen,
doch der nächste Flash ist gewiss.
Geringste Anlässe lösen ihn dann aus
und fallen sie oft zu Dritt über mich her
und fügen mir unsägliche Schmerzen zu.
Ekel, Scham, Selbstzweifel überrennen mich,
Zweifel am eigenen Leben,
eine Flucht scheint nur auf einem Weg möglich,
der sich mir noch verbietet.
Mein Leben zog an mir vorbei,
unbeteiligt stand ich daneben,
griff hilflos nach dem Wenigen,
das mir mein Ich erlaubte.
Ich sehe mein Gesicht im Spiegel,
ich sehe die Fassade nur,
hinter der die Gewalt schwerste Schäden angerichtet;
Ruinen meiner Seele blieben,
nutzlos gefangen im Gewaltkreislauf,
grausames Treiben grausamer Triebe,
sie toben sich hinter meiner Maske aus.
Und ich frage mich:
Was habe ich für eine Chance heut
diesem Unmenschlichem zu entfliehen,
wie kann ich es in mir bekämpfen,
so dass ich siege und lebe,
statt zu vegetieren?
Ich weiß es fast nicht mehr!
30.4.2004 + 1.5.2004
Michael Sascha
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