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Mein Zug eilt durch die Nacht


Mein Zug eilt durch die Nacht,
ratternd klingt die Melodie der Gleise,
dringt ein in meine Gedanken,
verschmilzt mit dem,
was mich bewegt.

Wie kleine Beben ist’s,
wenn die Räder ratternd über die Schwellen rollen,
erschüttern fast unmerkbar mein heutiges Sein.
Und mein Zug eilt durch die Nacht,
die die grausigen Bilder verdeckt.

Wie Blitze gleich beleuchten einsame Laternen,
die am Rande stehen,
das was einst geschehen,
was in jungen Jahren war
und noch heut mich bestimmt.

Regen fällt jetzt,
er kommt aus meinen Augen,
nässt meinen Weg,
lässt die Gleise schimmern,
auf denen ich mich fortbewege.

In er Ferne ahne ich das Neue,
sehne mich danach,
und mein Zug eilt durch die Nacht,
bringt mich meinem Ziel immer näher,
das noch in weiter Ferne liegt.

Nur nach vorne führt der Weg,
auf festgefahrenen Gleisen.
Ich frage mich,
bin ich es der diesen Zug führt
oder bin ich nur ein Passagier?

Wer sitzt dort im Stellwerk meines Lebens,
wer plant da meinen Weg?
Und mein Zug eilt durch die Nacht,
einem unbekannten Ziel entgegen,
leise ratternd und stampfend immer weiter.

Und mein Zug eilt durch die Nacht,
dem neuen Morgen entgegen,
ab und zu ertönt die Pfeife,
grüßt jene anderen,
die mich auf ihrem, unserem Weg begleiten.

 22.7.2004
Michael Sascha
 

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