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Neue Welt
Ergänzung


Das Gedicht "Neue Welt" fasst zusammen, was seit dem 9.6.2003 passiert war ..

... mit mir, mit meinen gedanken, mit allem, was um mich war ...

noch immer regt sich das alte,
noch immer habe ich nicht jene ruhe,
die ich erreichen will für mich.

schon kurz nach der ersten tat geschah es,
mein eigentliches ich versank für lange zeit,
es versank noch einigemale,
bis die neue realität entstand,
ohne alle dem.

das alte versank in vielen nächten endgültig,
in einem langen alptraum ging es mit mir dahin,
wie neu geboren entsatnd ein mensch,
der anders dachte, fühlte,
keine schmerzen mehr an sich ließ, 
keine trauer mehr spürte.

so lebte ich vor mich hin,
eine leere hülle scheinbar,
alles verleugnend,
was mich berühren konnte.
eine tote seele in einem lebendigen körper.

es wurde mir zur selbstverständlichkeit,
es wurde meine stärke.
nichts konnte mich erschüttern,
konnte helfen, konnte lachen,
nur weinen ging nicht.

liebe gab es auch,
nur spürte ich sie nicht richtig,
wie durch dicke watte war sie da,
dunpf und leer.
die tränen kamen erst hinterher.

zwei lieben brachen den bann,
die erste war die liebe zu einer frau,
es brach mir das herz und die ersten fesseln fielen,
die zweite war die liebe eines kindes zu seiner mutter,
das ließ die mauern endgültig zerbersten.

schon an dem tage ihres letzten weges begann es,
kam nach oben was solang versteckt.
eine woche später gab es kein halten mehr,
der damm zerbrach,
die erinnerung begann.

und gebar in mir fast den wahnsinn

27.11.2004
Michael Sascha
 

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