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Opferung


Verdeckte Schatten der Nacht umkreisen mein Ich,
zersägen Stück für Stück mein Inneres,
bereiten es vor für die Opferung auf dem Altar,
den Wahnsinnige mit ihren Trieben erstellt.

Wehrlos scheint ihr kleines Opfer,
zappelt es auch mit den kleinen Beinchen,
tritt um sich mit den kleinen Füßchen,
die kaum bisher den Boden der Welt berührt.

Blankes Entsetzten und purer Schmerz überfallen mich,
reißen mein kindliches Denken aus der vorgesehenen Bahn,
tief in mich dringt sein Verlangen nach Befriedigung,
zerstört alles Bisherige auf scheinbar einfache Art.

Und er ist nicht alleine mit seinen Trieben,
andere folgten auf dem von ihm gekennzeichneten Weg,
drangen in mich und zerstörten den Rest,
der mir an kindlichem Denken geblieben.

Nur eine dicke Kruste aus Leiden schützte mich,
der Sinn meines Lebens war fortan der innere Schmerz.
Er verdeckte mein großes Nichtverstehen,
raubte mir unbesehen meine kindliches Herz.

Drei Opferungen machte ich mit,
sie rissen mich tief hinab ins Vergessen.
Jedes der Monster wollte mich töten,
doch fehlte diesen feigen Wesen der Mut zum Letzten.

So kann ich dann wohl froh und glücklich sein,
dass ich heute hier sitzen darf
und euch diese Verse schreiben muss.
Doch wer wird sie lesen und verstehen?

Ich habe viel schon überlebt,
Schmerzen in mich aufgesogen für drei Leben,
sie haben mich geprägt bis an das Ende,
das hoffentlich erst in Jahren kommen wird.

Verschwindet endlich ihr Monster und lasst den kleinen Jungen in Ruhe!
Heute kann er sich wehren gegen solche Ausgeburten der Hölle,
ich lasse euch jetzt meinen Hass und meine Wut,
die dürft ihr dann unter euch und eures Gleichen verteilen.

15.10.03 

Michael Sascha
 

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