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Der Scheideweg


Mit mächtigen Schlägen,
geführt mit aller Macht,
trieb ich das Schwert in meinen Leib.
Hieb um Hieb,
immer tiefer in das innerste Dickicht,
ohne Rücksicht,
ohne Nachsicht mit den Resten,
die da geblieben aus längst vergangenen Tagen.

Jetzt galt es,
nur nicht verzagen!
Voran, voran,
du mutiger Geselle.
Mit diesen Worten schlug ich zu,
gönnte mir selber keine Ruh,
bis ich an jenem Scheideweg stand!
Rechts ging’s in die Finsternis,
ins ewige Verderben,
den der Wahnsinn mit sich bringt.

Links dagegen,
auch nicht mehr verlockend,
begann die Hölle.
ein ungebahnter Pfad erst nur,
weit und breit nur Sumpf.
Dazwischen sollt es weitergehen,
nur wie,
das war die Frage.
Ich war in einer teuflischen Lage,
dem Verzweifeln nah.

Ein Schritt in die falsche Richtung
und der Untergang wäre gewiss.
Jedes Stück des trügerischen Bodens,
jeden Millimeter muss ich prüfen,
ehe ich ihn betrete.
War ich anfangs erst wild losmarschiert,
ohne auch nur nach vorn zu sehen,
rannte gegen jedes Hindernis,
das offen vor mir stand,
nun war’s klar.

Behutsamkeit war angesagt!
Schritt für Schritt,
auch mal einen wieder zurück,
so gehe ich jetzt voran,
mal stolpere ich,
mal falle ich hin.
Renne gegen ein paar Mauern,
aber es geht voran,
raus aus der Hölle.

Hab mich für den rechten Weg entschieden!
Es ist der Linke,
der durch die Hölle führt.
Wird ein langer Weg nun sein,
wird mich viel der alten Kräfte kosten,
habe aber neue Quellen schon gefunden,
muss haushalten mit dem Wenigen,
dass mir geblieben,
mit dem Rest meiner menschlichen Würde,
die Andere fast zerstört!

21.9.2003

Rückblende auf die ersten Monate und dem Tag, an dem ich zur Ruhe kam (31.7.2003)

Michael Sascha

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