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Fragmente |
Fragmente des Vergangenem,
lose Enden,
die wirr durcheinander liegen.
Verzweifelt sitze ich am Boden,
sortiere und sortiere,
möchte die Enden verbinden,
damit das Ganze einen Sinn ergibt.
Nur sehr zögernd fügt sich zusammen,
was vor Jahren getrennt.
Und mit jedem Ende,
das eine neue alte Verbindung eingeht,
erwacht längst vergessenes,
wird gefüllt mit grausamen Leben.
Fast will ich es wieder trennen,
was ich gerade selber verbunden,
um dem Schmerz zu entfliehen.
Doch die Zeit ist gekommen,
der Wahrheit in ihr entsetzliches Gesicht zu schauen.
So vereine ich jene Fragmente wieder,
die für immer verloren schienen.
Bild um Bild reiht sich aneinander,
erfüllt mit Sinn die alte und die neue Zeit.
Grausames erwacht wieder in mir,
es ist jenes das mich zerbrach.
Endlich verstehe ich mich selber,
endlich kann ich leben,
trotz allem was war.
18. + 22.6.2005 – © Michael Sascha
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